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Wussten Sie schon: Dass alle vor 1995 produzierten Fenster technisch völlig veraltet sind?

Hochkonjunktur für Einbrecher!

Kriminalstatistik 2012 belegt: Einbrüche haben um 8,7% zugenommen.

Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich und der Vorsitzende der Ständigen Konferenz der Innenminister und -senatoren der Länder, Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius, haben heute vor der Bundespressekonferenz in Berlin die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2012 vorgestellt.

Bundesinnenminister Dr. Friedrich erklärte dazu: "Deutschland zählt international zu den sichersten Ländern. Trotzdem ist jede Straftat und jedes Opfer eines zu viel. Daher müssen wir besonders Deliktsfelder aufmerksam verfolgen, wo die Zahl der Taten auffällig zunimmt, wie beim Anstieg der Wohnungseinbruchsdiebstähle ( + 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr; Aufklärungsquote 15, 7 Prozent) . Befragungen haben ergeben, dass Einbrüche vor allem auch weitreichende Konsequenzen psychischer Art nach sich ziehen. So haben etwa 70 Prozent der Opfer seelische Probleme, weil in ihre Intimsphäre, in die Geborgenheit ihrer Wohnung eingedrungen wurde, sie auf den Kopf gestellt wurde und persönlich wertgeschätzte Gegenstände gestohlen wurden. Das Bundeskriminalamt erstellt derzeit ein Lagebild, das Grundlage für weitere Beratungen mit den Innenministern der Länder sein soll, damit diese ihre Anstrengungen im Kampf gegen dieses Deliktsfeld gezielter und wirksamer verstärken können".

Länderinnenminister verstärken den Kampf gegen Einbruchdiebstahl


Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz, Minister Boris Pistorius erklärte zur Vorstellung der PKS: "Alleine im vergangenen Jahr hat die Versicherungswirtschaft ihren Schaden durch Wohnungseinbrüche auf 600 Millionen Euro taxiert. Im Bundesschnitt konnte 2012 aber nur jeder sechste Einbruch, das sind gerade einmal 15,7 Pozent aller Fälle, aufgeklärt werden. Das ist zu wenig! Häufig fehlen allerdings konkrete Ermittlungsansätze. Die zuständigen Innenminister und -senatoren der Länder sind entschlossen, dieser Entwicklung konsequent entgegenzutreten. Im Auftrag der Innenministerien analysiert aktuell eine Arbeitsgruppe den Bereich der Wohnungseinbrüche und erarbeitet ergänzende Strategien. Der Ermittlungsdruck auf Einbrecher ist bereits deutlich erhöht worden. Dazu gehört neben der kontinuierlichen Verbesserung des überregionalen Informationsaustausches u.a. auch eine Qualitätsoffensive bei der Tatortaufnahme.

Fakt ist aber auch: Über ein Drittel, im vergangenen Jahr sogar 39,1 Prozent aller Wohnungseinbrüche, sind im Versuchsstadium steckengeblieben. Das zeigt positiv, dass sich der Einsatz von geeigneter Sicherungstechnik an Türen und Fenstern lohnt, bzw. gemeinsam mit einer aufmerksamen Nachbarschaft der Schutz verbessert werden kann. Hier müssen wir ansetzen und in der Zukunft noch stärker auf Prävention und Information der Bürger setzen. Jeder Bürger muss wissen, wie er bei sich zu Hause den Einbruchschutz verbessern kann. Dazu dienen auch die Kampagnen "Wachsamer Nachbar" (Niedersachsen) oder die bundesweite Aktion "K-Einbruch".
Der erste Griff, wenn man in sein Auto steigt, ist der zum Gurt. Und genau so selbstverständlich wie das Anschnallen eine individuelle präventive Maßnahme im Straßenverkehr ist, müssen auch einige wenige Handgriffe, wie das sichere Abschließen der der Haus- oder Wohnungstür oder das Schließen der Fenster beim Verlassen des Hauses sein, selbst wenn man nur kurz etwas Einkaufen gehen möchte. Eine erfolgreiche Prävention funktioniert nur als ein ganzheitlicher Ansatz auf Ebene der Bürgerinnen und Bürger als Mieter oder Eigentümer, Wohnungsbauunternehmern sowie kommunalen Verantwortungsträgern.
Der Schutz vor Wohnungseinbrüchen bleibt eine Aufgabe, bei der die gesamte Gesellschaft gefordert ist, auf einander zu achten und wachsam zu sein! Das sind wir insbesondere den Opfern schuldig."
Weitere Infos:

Offizielle Seite Bundesministerium des Inneren:
www.bmi.bund.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2013/05/pks.html

So schützen Sie sich mit neuen Fenstern:
www.safega.de

ZDF Mediathek, Nachrichtensendung „heute":
www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1901690/ZDF-heute-in-Deutschland-vom-1505.2013